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Landesverband Thüringen e.V.

BUND Thüringen und BUND Niedersachsen fordern: Gips-Recycling statt weiterem Raubbau im Südharz

05. Dezember 2013 | Lebensräume, Ressourcen & Technik, Suffizienz

Erfurt/Hannover. Die BUND-Landesverbände Thüringen und Niedersachsen fordern von Land und Industrie, im Südharz endlich auf Gipsrecycling zu setzen. Anlass sind die Äußerungen des Werksleiters der Walkenrieder Saint Gobain Formula GmbH zu einer Werksbesichtigung von FDP-Abgeordneten der beiden Bundesländer.

„Die Gipsindustrie im Südharz müsste konsequent auf Baustoff-Recycling und Gipssubstitute setzen, wenn sie eine zukunftsfähige Entwicklung ihrer Standorte möchte. Stattdessen will man aber immer weiter Natur abbaggern. Das ist absolut inakzeptabel“, so Ron Hoffmann, Landesvorsitzender des BUND Thüringen. „Bis heute werden durch Gipsabbau jeden Tag unwiederbringliche Teile seltenen Lebensraums zerstört. Die Tagebaue zerschneiden jetzt schon den Biotopverbund ‚Grünes Band‘. Statt Touristen anzulocken, werden diese von Baggerlärm und Staub verschreckt. Aber als Tagebauregion hat der Südharz schlechte Perspektiven“, so Hoffmann weiter.

Mit der europaweit einmaligen Gipskarstlandschaft, dem Grünen Band und den Weltkulturerbe-Stätten in derselben Region hat der Südharz ein Alleinstellungsmerkmal. Dies anzuerkennen und zu schützen und mit einer länderübergreifenden Vermarktungskonzeption zu verbinden ist die einzige Chance auf eine nachhaltige Entwicklung.

Die BUND-Landesverbände Thüringen und Niedersachsen fordern die Landesregierungen deshalb auf, über das derzeit genehmigte Maß hinaus keinen weiteren Gipsabbau zuzulassen. Außerdem sollten Länder und Industrie gemeinsam einen Standort für Gipsrecycling und Chemiegipse im Südharz etablieren, um die Standorte zukunftssicher zu machen. Gips aus Rauchgasentschwefelungs-Anlagen (REA-Gips) könne Naturgips uneingeschränkt ersetzen. „Die Firma Knauf hat mit Umstellung ihres Hauptstandortes Iphofen vorgemacht, was möglich ist. Bei den Südharzer Standorten erwarten wir eine ebensolche Initiative aller Firmen sowie der Ministerien“ so Hoffmann abschließend. 

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