Erfurt. „Ich nenne das Ignoranz gegenüber intelligenten Vorschlägen“, so Ralf-Uwe Beck, Landesvorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Thüringen (BUND Thüringen) zu der vorschnellen Ablehnung einer „Kleinen Lösung“ für die Straßenverbindungen zwischen Suhl und Bayern durch den Thüringer Wirtschaftsminister und die IHK Südthüringen.
Die sogenannte „Kleine Lösung“ stärke die regionale Verkehrsleistung und halbiere die Kosten und die Umweltschäden. Außerdem würden Ortsdurchfahrten entlastet. „Wer solche Vorschläge ignoriert, ist verantwortliche für Geldverschwendung und die Zerstörung unserer Landschaften“, kritisiert Beck. Milliardenprojekte verlangten, daß Gutachten, wie das des renommierten Kassler Planungsbüros Prof. von Winning & Partner, erneut geprüft und nicht vorschnell vom Tisch gewischt werden. Den Aufschwung an betonierten Autobahnkilometern festzumachen, offenbare einen verengten Blick.
Die ideologischen Scheuklappen von IHK und Wirtschaftsministerium machten zudem blind gegenüber den unmittelbaren Chancen für die Thüringer Wirtschaft. Das Gutachten weise ausdrücklich daraufhin, daß gerade bei der „Kleinen Lösung“ die regionale Straßenbauwirtschaft Thüringens durch kleine Baulose, eine kontinuierliche Bautätigkeit, angepasste Bautechnik und regionale Vergabe stärker beteiligt würde als beim Autobahnbau, bei dem oft standardisierte Großtechnologie „importiert“ würde.
Der BUND Thüringen biete IHK und Wirtschaftsministerium an, das Gutachten vorzustellen und in ein konstruktives Gespräch einzutreten.


