Unter dem Motto ,,Kinder erobern die Straße zurück“ haben sich am Mittwoch, dem 16. Juni, auf Einladung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Thüringen (BUND Thüringen) Erfurter Kinder mehrerer Schulklassen an dem Umwelt-Kinder-Tag auf dem Domplatz beteiligt. In ganz Deutschland haben mehr als 50.000 Kinder bei dem von der BUNDjugend ausgerufenen bundesweiten Umwelt-Kinder-Tag die Frage beantwortet „Was läuft verkehrt am Verkehr?“
Gemeinsam mit den Kindern will der BUND auf den ständig anwachsenden Autoverkehr und die Folgen für die Jüngsten aufmerksam machen. „Kinder sind durch die Körpergröße von Autoabgasen besonders betroffen. Während Kinder meist bis 1,50 Meter groß sind, werden die Schadstoffkonzentrationen oft in 3 Metern Höhe gemessen. Grenzwerte sollten sich aber dort orientieren, wo Kinder die Schadstoffe einatmen.“, so Daniela Hofer vom Landesvorstand des BUND Thüringen. Zusätzlich könnten die kleineren Körper Schadstoffe schlechter verkraften als Erwachsene. Deshalb wolle der BUND bei dem Umwelt-Kinder-Tag die Betroffenen selbst zu Wort kommen lassen.
Nach einer Demonstration zum Erfurter Domplatz mußten sich Erwachsene den Fragen der Kinder stellen. Straßenbahn- und Radfahrern wurde mit kleinen Geschenken „Danke“ gesagt für ihr umweltfreundliches Verhalten. Autofahrer dagegen wurden von den Kindern auf die Probleme und Folgen des Verkehrs aufmerksam gemacht. Ein von den Kindern gestalteter Bus hat die Alternative zum Autoverkehr bunt und spielerisch ins Blickfeld gerückt.
„Autos machen Lärm und Dreck - Fahrräder sind leise. Die Botschaft der Kinder ist so einfach, daß sie auch Erwachsene verstehen können“, sagte Umweltpädagogikstudentin Kristin Bein. ,,Damit die Forderungen und Wünsche der Kinder nicht auf dem Domplatz zurückbleiben, haben sie eine Bildergalerie gestaltet und sie außerdem mit Luftballons überallhin verschickt.“
Damit seien einmal den Erwachsenen Hausaufgaben gestellt. Sie seien gefragt, Antworten zu geben, so der BUND.


