Landesverband Thüringen e.V.

Fracking ist klimaschädlich und gefährdet Wasserressourcen

07. Mai 2015 | Energiewende, Naturschutz, Ressourcen & Technik

BUND-Thüringen fordert von Landesregierung Zustimmung zum Verbotsantrag im Bundesrat

Erfurt. Der BUND Thüringen hat die Landesregierung aufgefordert, sich der Mehrheit der Umweltminister der Länder anzuschließen und am Freitag im Bundesrat für ein generelles Verbot der umstrittenen Fracking-Technologie zu stimmen. Es reiche nicht, Fracking lediglich in bestimmten Gebieten auszuschließen.
    
„Die Mehrheit der Umweltminister der Bundesländer hat sich für ein umfassendes Fracking-Verbot ausgesprochen. In Thüringen haben die Regierungsparteien im Koalitionsvertrag vereinbart, die Anwendung dieser Hochrisikotechnologie auszuschließen. Jetzt muss Ministerpräsident Bodo Ramelow am Freitag dem Umwelt- und Klimaschutz Vorrang einräumen und im Bundesrat für ein Verbot der Hochrisikotechnologie Fracking stimmen. Fracking kann Erdbeben auslösen, die eingesetzten Flüssigkeiten können Böden und Gewässer verunreinigen, das Verfahren schadet den Klimaschutzzielen. Es gibt keinen Grund, bei uns in Thüringen oder anderswo in Deutschland zu fracken“, sagte Ron Hoffmann, Landesvorsitzender des BUND Thüringen. Das geplante Fracking-Gesetzespaket räume außerdem direkt Betroffenen bzw. Anwohnern keine ausreichenden Mitsprachemöglichkeiten ein.
 
Die von der Bundesregierung geplante Gesetzgebung würde Fracking in großem Stil ermöglichen, befürchtet Hoffmann. „Das ist inakzeptabel. Die Anwendung der Fracking-Technologie zur Gewinnung von Erdgas oder Erdöl aus tiefen Erdschichten birgt hohe ökologische Risiken, ist klimapolitisch kontraproduktiv und verzögert die Energiewende. Es gibt viele Gründe, warum sie verboten werden muss“, sagte Hoffmann.

Die Energiewende könne nur gelingen, wenn konsequent auf erneuerbare Energien umgestiegen werde. Der Ausstieg aus fossilen Energiequellen und mehr Energieeffizienz müssten im Klimaschutzjahr 2015 entschlossen vorangebracht werden. „Im Vorfeld der in Paris im Spätherbst stattfindenden Weltklima-Konferenz würde ein Fracking-Erlaubnis-Gesetz der Glaubwürdigkeit der deutschen Klimapolitik großen Schaden zufügen“, so Hoffmann.

Den Brief des BUND Thüringen an Bodo Ramelow finden Sie im Internet unter: www.bund-thueringen.de/fracking   

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