Aufgrund mehrfacher Rückfragen sieht sich der BUND Thüringen veranlasst, die Darstellung in einem Zeitungsartikel der Thüringer Allgemeinen (TA) vom 05.01.01 zur Haltung des BUND Thüringen gegenüber Vorschlägen zum Ausbau der Autobahn A4 im Leutratal zu korrigieren. In der Meldung hieß es, der BUND begrüße den Vorschlag von Abgeordneten der CDU-Landtagsfraktion, die A4 im Bereich des Leutratales in doppelstöckiger Bauweise durch das Tal zu führen. Diese Darstellung gibt nicht die Stellungnahme von Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen gegenüber der Thüringer Allgemeinen wieder. Dr. Vogel hat vielmehr die folgenden Positionen des BUND Thüringen zum Ausbau der A4 im Leutratal gegenüber der TA deutlich gemacht:
- Der BUND lehnt einen Ausbau der A4 grundsätzlich ab, weil durch einen zusätzlichen Ausbau der Autobahn die Verkehrs- und Umweltprobleme nicht gelöst sondern verschärft werden.
- Unabhängig von der grundsätzlichen Position befürwortet der BUND Thüringen im Falle des Ausbaus der A4 die sog. lange Tunnelvariante, im Raumordnungsverfahren als Variante A3 gekennzeichnet, mit einem ca. 9 km langen Tunnel. Diese Variante führt aus Sicht der Umwelt und der betroffenen Anwohner zu den geringsten Beeinträchtigungen.
- Eine doppelstöckige Bauausführung auf der vorhandenen Trasse durch das Tal käme für den BUND Thüringen nur in Betracht, wenn durch die Bauausführung die Zerschneidungswirkung der Trasse für die Lebensräume im Leutratal aufgehoben würde. Dazu wäre mindestens eine komplette Aufständerung der doppelstöckigen Trasse erforderlich, um den Austausch zwischen den Lebensräumen oberhalb und unterhalb der Trassenführung zu ermöglichen.
- Der BUND Thüringen behält sich eine abschließende Bewertung verschiedener Varianten zum Ausbau der A4 bis zur Vorlage endgültiger Detailplanungen vor.


