Erfurt. Der BUND Thüringen fordert das sofortige Ende der Salzabwässerverpressung in den Untergrund durch das Unternehmen K+S. Die jetzt bekannt gewordene Stellungnahme des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie bestätige Befürchtungen, dass durch die Laugenverpressung Trinkwasservorkommen auch in Thüringen akut gefährdet sind.
„Das Fass ist längst übergelaufen“, erklärte Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen. „Die Hessische Landesregierung muss die Laugenverpressung in den Untergrund sofort stoppen, um Schäden für das Grundwasser nicht weiter zu vergrößern.“
Nach Angaben des BUND Thüringen sollte eigentlich die Erlaubnis zur Versenkung der Laugenabwässer aus der Kaliproduktion in den Untergrund Ende 2015 auslaufen. Im sogenannten Vier-Phasen-Plan hat das Hessische Umweltministerium im September vergangenen Jahres aber angekündigt, die Versenkerlaubnis bis 2021 zu verlängern. Insgesamt 12 Millionen Kubikmeter Salzabwässer sollen zusätzlich im Untergrund verpresst werden.
„Wir befürchten verheerende Auswirkungen auch auf die Trinkwasservorkommen in Thüringen, wenn Hessen die Versenkerlaubnis verlängert“, sagte Vogel. „Der Alleingang des Hessischen Umweltministeriums gegen die Empfehlungen des Runden Tischs und gegen den Rat der eigenen Fachbehörde muss endlich gestoppt werden.“


