Landesverband Thüringen e.V.

Keine Gentech-Landwirtschaft durch die Hintertür

27. Mai 2002 | Landwirtschaft, Ressourcen & Technik

Landesversammlung des BUND Thüringen verabschiedet Resolution gegen Gen-Mais in Thüringen

Erfurt. Die Landesversammlung des BUND Thüringen hat am Samstag einstimmig eine Resolution gegen den Anbau von Gen-Mais in Thüringen verabschiedet. Außerdem hat die Versammlung eine neue Führungsstruktur im BUND Thüringen beschlossen.

„Thüringen mit seiner Vielzahl hervorragender regionaler Produkte läuft Gefahr, die „Original Thüringer Qualität“ einer landwirtschaftsfeindlichen Pharmalobby zu opfern, die mittels der Gentechnik die Nahrungsmittelproduktion von Feld und Stall in die Industrielabore verlagern will“, so Landwirtschaftsexperte Dr. Frank Augsten.

Augsten wies daraufhin, dass über 80 % der Verbraucher gentechnisch veränderte Lebensmittel ablehnen, dass keine ausreichenden Kenntnisse über die Risiken der Aussaat vorliegen und dass für benachbarte Felder die Gefahr der gentechnischen Veränderung der Ernte besteht.
Der BUND fordert daher die zuständigen Ministerien auf, die vorgesehenen Flächen bekannt zu geben, die Aussaat zu stoppen, bzw. die Jungpflanzen zu vernichten.

Die Neuordnung der Führungsstruktur im BUND Thüringen war ebenfalls auf der Tagesordnung der Landesversammlung.

„Wenn wir einen professionellen Umweltverband wie den BUND weiterhin ehrenamtlich führen wollen, müssen wir die Lasten breiter verteilen“, erklärte Wigbert Schorcht, Vorstandssprecher im Landesvorstand des BUND Thüringen.

Auf Vorschlag des Vorstandes soll der BUND Thüringen daher nicht mehr nur durch die Person eines einzelnen Vorsitzenden, sondern durch einen dreiköpfigen geschäftsführenden Vorstand geführt werden. Der geschäftsführende Vorstand vertritt den BUND entsprechend der thematischen Schwerpunkte nach außen. Im erweiterten Vorstand befinden sich SchatzmeisterIn, der (die) LandesjugendsprecherIn sowie bis zu drei weitere Personen.

Den geschäftsführenden Vorstand bilden derzeit Dr. Frank Augsten, Frank Henkel und Wigbert Schorcht. Schatzmeisterin ist seit einem Jahr Kerstin Schnelle.

Schorcht erwartet von dieser Vorstandsstruktur eine höhere Flexibilität in der ehrenamtlichen Führungsspitze und eine Stärkung der ehrenamtlichen Präsenz des Vorstandes in der Öffentlichkeit. 

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