Erfurt. Der BUND Landesverband Thüringen und teilAuto Erfurt haben eine Vereinbarung getroffen: BUND-Mitglieder können künftig zu vergünstigten Bedingungen die von teilAuto bereitgestellten Autos in Erfurt und Weimar nutzen.
Bisher stehen in Erfurt und Weimar 8 Autos in verschiedenen Größen – vom Kleinstwagen bis zur Großraumlimousine – zur Verfügung, zwei Kleinbusse kommen noch diesen Monat dazu. Nutzer sind sowohl Privatleute aber auch einige Firmen. Nach einmaliger Anmeldung. können alle Autos von den teilAuto-Nutzern telefonisch oder über das Internet gebucht werden. Nutzungszeiten von einer Stunde bis zu mehreren Wochen sind möglich, Buchungen unmittelbar vor der Fahrt oder lange geplant. Innerhalb von nur 4 Monaten hat sich die Nutzerzahl versiebenfacht‚ die Autozahl mehr als verdreifacht. Mit steigender Mitgliederzahl steigt auch das Angebot und die Vielfalt der Fahrzeugtypen und somit die Flexibilität des Systems. Um Reparaturen und Wartung kümmert sich die Geschäftsstelle von teilAuto Erfurt in der Bahnhofstraße 6.
BUND Landesgeschäftsführer Dr. Burkhard Vogel: „CarSharing ist ein echter Beitrag zum Klimaschutz und schafft Platz in der Stadt. Bei der Nutzung von teilAutos werden bis zu sechs private KFZ ersetzt. Gerade für umweltbewusste Menschen, die ein Auto oft nur für Transporte oder Ausflüge in schlecht erschlossene Gebiete nutzen, stellt CarSharing eine echte Alternative zum eigenen Auto dar.“
Untersuchungen belegen außerdem, dass die Umlegung der Fixkosten wie Steuer und Versicherung auf die tatsächlich gefahrenen Kilometer zu einer Veränderung des Fahrverhaltens führt: Es wird insgesamt weniger gefahren. Bis zu einer Fahrleistung von etwa 10.000 km/Jahr kommt die Nutzung der teilAutos in der Gesamtbilanz sogar billiger als ein eigenes Auto.
Dr. Vogel appelliert an die Landesregierung, mit einer intelligenten Verkehrspolitik, die eine Vernetzung der verschiedenen Verkehrsträger fördert, die Individualmobilität zukunftsfähig zu gestalten. „Wer nur auf Autobahnen und Schnellbahntrassen setzt, fahrt gegen die Wand. Er vernachlässigt die Menschen und die wirtschaftliche Entwicklung im ländlichen Raum, trägt zur weiteren Luftbelastung bei und wird der kommenden Ressourcenknappheit nicht gerecht.“


