"Laß das Auto stehen!" ist die Devise, die "Mobil ohne Auto" der Bevölkerung nahebringen will. "Dabei geht es nicht darum, das Auto generell zu verdammen", so Steffen Müller vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Thüringen e.V. (BUND Thüringen), in einer heute veröffentlichen Presseerklärung. "Wir laden die Bevölkerung ein, als Alternative die umweltfreundlichen Verkehrsmittel wieder zu entdecken". Denn nicht immer werde das Auto gebraucht und viele Wege könnten ohne Pkw schneller und bequemer erledigt werden.
In vielen dezentralen Aktionen im gesamten Bundesgebiet wird am Aktionstag, Sonntag den 16. Juni 1996 eine breite Koalition von Umweltvereinen bis hin zu Firmen und Kirchen für eine neue Mobilität werben: Rad, Bus, Bahn und Fuß werden dabei im Mittelpunkt stehen.
Auch in Thüringen veranstalten mehrere BUND-Gruppen - teilweise in Zusammenarbeit mit anderen Umweltverbänden, Gewerkschaften und Kirchen - Radtouren, Fahrradmärkte, Umweltgottesdienste und viele weitere spannende und unterhaltsame Veranstaltungen im Zeichen einer neuen Mobilität.
So wurden zum Beispiel in Meiningen die Stadträte zu einer Fahrradtour durch Meinigen eingeladen, in Bad Langensalza ist nach der Fahrradtour zur Kettelburg eine Führung durch diese geplant, und auch in Sondershausen sei eine Fahrraddemo mit anschließendem Umweltgottesdienst organisiert worden.
In Eisenach veranstaltet die Kreisgruppe des BUND Thüringen in Zusammenarbeit mit anderen Umweltvereinen und Kirchgruppen eine Fahrradtour durch die von der Verlegung der A4 Autobahn betroffenen Gemeinden, außerdem werden "Danke-Zettel" mit einem Hinweis auf den Aktionstag für Radfahrer und ÖPNV-Benutzer verteilt . Zudem ist ein Fahrradmarkt in der Uferstraße 1 organisiert worden.
Auch die Deutsche Bahn AG in Eisenach beteiligt sich mit einem eigenen Programm am Aktionstag.
"Also lassen auch Sie Ihr Auto am Aktionstag einfach stehen und entdecken Sie eine "neue" Mobilität, appelliert BUND-Sprecher Müller.


