Eisenach. Mit Katrin Küster, Sprecherin des Arbeitskreises Landwirtschaft im Thüringer Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), wurde am vergangenen Wochenende in Altenkirchen eine Vertreterin aus den neuen Bundesländern in den Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft für bäuerliche Landwirtschaft (ABL) gewählt.
Die im kommenden Jahr unter dem Motto "Die Landwirtschaft in den Regionen stärken" stehende Arbeit der ABL sowie die vom BUND Bundesverband vorgestellte Studie ,,zukunftsfähiges Deutschland" standen im Mittelpunkt der diesjährigen ABL-Bundesmitgliederversammlung.
Sowohl die ABL als auch der BUND halten die weitere Ökologisierung der Landwirtschaft bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Stärkung der ländlichen Räume für notwendig und auch gangbar. Auch in der Auseinandersetzung mit den Problemen auf dem ostdeutschen Agrarsektor werde der Strategie der beiden Verbände der Vorrang eingeräumt.
Die Zusammenarbeit zwischen der ABL und dem BUND Thüringen habe sich in den letzten drei Jahren vorrangig auf Probleme der Strukturentwicklung in den neuen Bundesländern bezogen, so Katrin Küster. Die Arbeitsergebnisse werden jährlich vom Agrarbündnis der Bundesrepublik Deutschland, in der die ABL und der BUND Mitglied sind, als "Kritischer Agrarbericht" herausgegeben. Der Bericht für 1995 werde, nach 1993 und 1994 zum dritten Mal, etwa zeitgleich mit dem entsprechenden Papier des Bundeslandwirtschaftsministeriums im Januar 1996 erscheinen. In einem Kapitel des "Kritischen Agrarberichtes" werden die ostdeutschen Belange besonders unter die Lupe genommen.


