Presseerklärung des BUND Thüringen und des Thüringer Ökoherz e.V. zur Entscheidung von Bundesministerin Renate Künast zu einem einheitlichen Ökosiegel

28. April 2001 | Landwirtschaft, Nachhaltigkeit

Erfurt. Künftig wird es für Nahrungsmittel aus ökologischem Landbau ein einheitliches Ökosiegel geben. Darauf verständigten sich gestern in Berlin Vertreter der Landwirtschaft, des Lebensmitteleinzelhandels und der Verbraucherzentralen.

Der BUND Thüringen und der Thüringer Ökoherz e.V. begrüßen die Entscheidung von Verbraucherschutzministerin Renate Künast für die einheitliche Kennzeichnung von Ökoprodukten auch in Deutschland.

„Angesichts der Zeichenwirrwarrs in Deutschland war diese Entscheidung überfällig“, erklärt dazu Dr. Burkhard Vogel, Geschäftsführer des BUND Thüringen, „andere Länder zeigen, dass ein einheitliches Ökosiegel zu einer besseren Markttransparenz und damit auch zu mehr ökologisch bewirtschafteter Fläche führt.“

Dass das Siegel die Produkte auf dem Niveau der EU-Verordnung zum ökologischen Landbau kennzeichnet, entspricht zwar nicht den Vorstellungen der deutschen Ökolandbau-Verbände, die gern die in einigen Bereichen strengeren Richtlinien der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (AGÖL) als Grundlage gehabt hätten. „Dass haben sich die Verbände aber selbst zuzuschreiben“, erklärt Dr. Frank Augsten, Geschäftsführer des Thüringer Ökoherz e.V. „schließlich haben sie sich durch ihre Uneinigkeit selbst in’s Abseits gestellt.“

„Dennoch ist für Erzeuger, Verarbeiter und den Handel nun endlich Klarheit geschaffen“, so Augsten weiter, „nun kommt es darauf an, Verbraucherinnen und Verbrauchern klar zu machen, dass der Unterschied nicht zwischen den einzelnen Ökolandbau-Verbänden, sondern zwischen öko und konventionell besteht.“ 

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