Eisenach. Mit Befriedigung hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Thüringen, die Ablehnung des Teiles B des Regionalen Raumordnungsplanes Nordthüringen zur Kenntnis genommen. " Die mehrheitliche Entscheidung der Regionalen Planungsversammlung, diesen Teil des RROP, der die Gewinnung, Sicherung und Erkundung von Bodenschätzen zum Thema hat, vorerst nicht zu verabschieden, ist auch ein Erfolg der Umweltverbände und ihrer engagierten Mitglieder vor Ort", heißt es in einer heute veröffentlichten Presseerklärung des BUND.
Der BUND hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach zum Ausdruck gebracht, daß eine sachgerechte Abwägung über die geplanten Abbauvorhaben nicht möglich sei, wenn nicht zuvor der gesetzlich vorgeschriebene Landschaftsrahmenplan aufgestellt und in den RROP eingearbeitet worden sei. Diese Forderung vertrete der BUND auch weiterhin mit Nachdruck: "Ohne eine solche naturschutzfachliche Grundlage können die Erfordernisse des Naturschutzes und der Landschaftspflege gegenüber den massiven wirtschaftlichen Nutzungsinteressen nicht ausreichend Beachtung finden", so Michael Spielmann, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen.
Deutliche Kritik übe der BUND jedoch an dem Teil A des Regionalen Raumordungsplanes: "Praktisch sind keine der vom BUND geäußerten Anregungen und Bedenken durch die Planungsversammlung berücksichtigt worden", so Spielmann. Damit werde erneut eine Chance vertan, raumordnerische Vorgaben für eine umweltverträgliche Entwicklung der Region Nordthüringen zu machen.


