Eisenach. Gegen den Anfang Juli ergangenen Planfeststellungsbeschluß für die Trinkwassertalsperre Leibis hat der Landesverband Thüringen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) jetzt förmlich Widerspruch eingelegt.
Wie der Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen, Michael Spielmann, in einer heute veröffentlichten Presseerklärung mitteilte, sei der Widerspruch inzwischen an das zuständige Landesverwaltungsamt in Weimar übermittelt worden. Spielmann zufolge wendet sich der BUND damit gegen den "offensichtlich rechtswidrigen Planfeststellungsbeschluß" und die damit verbundenen schwerwiegenden Eingriffe in Natur und Landschaft. Nachdem die politischen Entscheidungsträger im Fall Leibis versagt hätten, sei der BUND nunmehr gezwungen, das "unsinnige Projekt einer Talsperre, die niemand braucht" über den Weg des Verwaltungsrechtes zu verhindern.
Eine ausführliche Begründung des Widerspruchs werde der BUND umgehend vorlegen, sobald eine von ihm in Auftrag gegebene Stellungnahme zu den im landschaftspflegerischen Begleitplan des Planfeststellungsbeschlusses vorgesehenen Eingriffen und den geplanten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen vorliege. Dies werde voraussichtlich Anfang September der Fall sein.


