Thüringer BUND-Mitglieder leisteten in den vergangenen fünf Jahren 170.000 Stunden ehrenamtlich

18. Mai 1995 | Geschichte des BUND Thüringen, BUND, Naturschutz, Nachhaltigkeit

BUND Thüringen feiert fünf jähriges Jubiläum

Heute jährt sich zum fünften Mal die Gründung des Thüringer Landesverbandes des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Thüringen).

Aus diesem Anlaß hat der Umweltverband eine zwiespältige Bilanz gezogen. Mit Blick auf den BUND selbst, sei das erste Resümee positiv. Ralf-Uwe Beck, Landesvorsitzender seit Gründung des BUND Thüringen: "Die Unterstützung der Menschen für unsere Arbeit wächst weiter. In den vergangenen fünf Jahren haben unsere Mitglieder 170 Tausend Stunden lang ehrenamtlich, also freiwillig und ohne Bezahlung, für Natur und Umwelt gearbeitet." Mehr als 1.000 Mitglieder und 35 Umweltgruppen seien die Basis des BUND Thüringen.

Das zweite Resümee fällt negativ aus. Der Umweltschutz sei in der Politik Thüringens noch immer kein Selbstläufer. Im Gegenteil: Wie vor Jahrzehnten würden die politisch Verantwortlichen ohne Rücksicht auf Verluste der Wachstumsideologie die Wege betonieren. Der Preis seien irreparable Schäden an Thüringens Landschaften. In kaum einem Bundesland würden so viele gigantische Großprojekte geplant, bei denen der fehlende Bedarf durch politische Scheuklappen ersetzt würde.

Das beispiellose Engagement von Bürgerinnen und Bürgern mahne die Landesregierung, die Bewahrung der Schöpfung endlich zur Chefsache zu machen und sie nicht länger wie ein Stiefkind zu behandeln.

Es sei gelungen, in den vergangenen fünf Jahren einen Umweltverband aufzubauen, der konsequent umweltpolitisch arbeite. "BUND-Politik ist immer auch der Versuch, über den Gartenzaun einer zu eng geführten ökonomischen Argumentation die Zukunftsaussichten in den Blick zu bekommen", so der Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen, Michael Spielmann. 

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