Der Goldschakal in Thüringen

Am 01.08.2019 gelang ein erster Nachweis des Goldschakals im Nationalpark Hainich. In Thüringen gibt es nur vereinzelte sporadische Sichtungen der Art. Auch die Größe der deutschen Population ist nicht bekannt. Goldschakale sind nachtaktiv und scheu.

Der Goldschakal (Canis aureus) ist in Deutschland über das Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt. 

Groben Schötzungen zufolge leben in Europa zwischen 130T und 150T Tiere. Seit ca. 1997 breitet sich die Art von Süden nach Norden aus. Heute gibt es nur noch wenige Bundesländer in Deutschland, in denen die Anwesenheit des Goldschakals noch nicht bestätigt wurde. 

Die Hauptnahrung des Goldschakals besteht aus kleinen Wildtieren und deren Entwicklungsstadien (von Würmern über Amphibien bis hin zu Kaninchen).
Je nach Saison wird der Goldschakal auch zum Vegetarier. Wissenschaftler fanden in untersuchten Mägen in einigen Fällen über 90 Prozent Mais, Beeren oder auch Weintrauben. Häufig ernährt er sich auch von Aas.

Äußerst selten werden auch Schafe gerissen.

Goldschakale sind kleiner als Wölfe und erreichen nur ein Körpergewicht von bis zu 15 kg und ist somit um einiges leichter als ein Schaf. Das Verhalten der Art ähnelt eher dem von Füchsen als dem von Wölfen.

Da die Bestände des Goldschakals nicht wie beim Wolf über ein Monitoring überwacht werden, ist die Anzahl der in Deutschland lebenden Tiere unbekannt, der Erhaltungszustand der lokalen Populationen kann also nicht eingeschätzt werden.

Ansprechpartner

Portrait Thomas Mölich rund leiter Wildkatzenbüro BUND Thüringen

Thomas Mölich

AG " Wolf & Luchs" des Umweltministeriums
E-Mail schreiben Tel.: 036254 / 649150 Mobil: 0170 / 3072540

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