Der Bund für Umwelt und Naturschutz, Landesverband Thüringen e.V., startet mit Ökostrom ins neue Jahrtausend. Seit Anfang des Jahres bezieht die Landesgeschäftsstelle des BUND Thüringen in Erfurt zu 100% Strom aus erneuerbaren Energiequellen.
„Billigstrom kommt bei uns nicht mehr in die Steckdose“, erklärte Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen. „Der Schutz des Klimas und der Aufbau einer zukunftsfähigen Energieversorgung ist uns wichtiger als Strom zu Tiefstpreisen“, so Vogel weiter.
Über die Hälfte der 550 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom, die jährlich in Deutschland erzeugt würden, stammten aus C02-trächtigen Kohlekraftwerken, etwa ein Drittel aus Atomstrom und knapp 10% aus Gaskraftwerken. Der sog. REG-Strom aus regenerativen Energiequellen, also aus Sonne, Wind, Biomasse und Geothermie mache gerade mal 5% aus. Durch diesen Mix im herkömmlichen Stromangebot verursache eine vierköpfige Familie im Jahr bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3500 kWh rund 2500 kg des klimaschädlichen C02.
Nach dem Motto „Global denken, lokal handeln“ habe man sich in der Landesgeschäftsstelle des BUND Thüringen daher nach einem geeigneten Anbieter für Grünen Strom umgesehen. Man habe sich für die Naturstrom AG entschieden, weil sie ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen, vermarktet. Dafür hat die Naturstrom AG als eine der ersten Anbieter von Grünem Strom das „Goldene Label“ des Vereins „Grüner Strom Label e.V.“ erhalten. Der von Umweltverbänden gegründete Verein hat strenge Kriterien für die Vergabe von Öko-Strom-Zertifikaten aufgestellt.
Auch wenn die Geschäftsstelle jetzt für die Kilowattstunde höhere Kosten kalkulieren müsse, mache sich, nach Ansicht von Dr. Vogel, die Entscheidung für Grünen Strom gleich zweifach bezahlt: „Der höhere Strompreis ist für uns ein guter Anreiz, noch effektiver den Stromverbrauch zu senken. Außerdem zeigen wir, dass wir als Umweltverband auch dann nicht mit dem Strom schwimmen, wenn es um unseren eigenen Geldbeutel geht.“


