13. April 2026 | Pressemitteilung
(Katherine Mihailova
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Ob Maus, Schmetterling, Libelle oder Eidechse: Die Beute, die Katzen nach Hause bringen, ist vielfältig. Rund 9 Millionen Freigängerkatzen leben in Deutschland, und ihr Jagdinstinkt kann spürbare Auswirkungen auf die Natur haben. Für die Forschung steckt darin jedoch auch eine Chance: Die Tiere, die Katzen nach Hause bringen, können wertvolle Hinweise auf das Vorkommen und die Verbreitung von Arten liefern.
Durch die systematische Erfassung dieser Beutetiere lassen sich Veränderungen in der Tierwelt erkennen und eventuell auch bislang unbekannte Vorkommen seltener Arten nachweisen. So trägt jede Meldung dazu bei, die Artenvielfalt in Thüringen besser zu verstehen und langfristig zu schützen.
(Ruslan Sikunov
/
Pexels)
Wenn Sie uns mitteilen, was Ihre Katze gefangen hat und wo, entsteht daraus wertvolles Wissen für die Forschung.
Mit Ihrer Meldung liefern Sie Nachweise, die unsere Verbreitungskarten ergänzen und verfeinern. So können wir erkennen, wo seltene Arten vorkommen, und Rückschlüsse darauf ziehen, ob ihre Bestände zurückgehen oder stabil bleiben.
Ihre Meldung kann also ein entscheidendes Puzzleteil sein. Denn viele Tierarten in Thüringen leben verborgen, sind nachtaktiv oder nur schwer zu beobachten. Deshalb gibt es oft nur wenige Daten zu ihrer Verbreitung und Häufigkeit. Informationen müssen mühsam und lückenhaft zusammengetragen werden. Ohne solche Daten merken wir oft erst spät, wenn eine Art gefährdet ist und Schutzmaßnahmen notwendig werden.
Ihre Meldung unterstützt damit auch direkt die Fortschreibung der Roten Listen Thüringens und damit den Schutz gefährdeter Arten.
Ihre Katze hat Beute mit nach Hause gebracht? Für die Forschung ist das wertvoll. Hier können Sie den Fund melden. Tragen Sie das Datum, den Fundort und Ihre Kontaktdaten ein und laden Sie ein Foto hoch. Ob genaue Adresse, Koordinaten oder nur der Ortsname – jede Angabe hilft uns weiter.
Alternativ können Sie Ihre Meldung auch per E-Mail an anita.giermann(at)bund.net schicken.
Uns ist wichtig: Mit unserer Kampagne möchten wir keinesfalls dazu anregen, Katzen gezielt jagen zu lassen. Katzen haben einen natürlichen Jagdinstinkt und dass mit der steigenden Anzahl an Freigängerkatzen immer mehr Wildtiere diesem Instinkt zum Opfer fallen, ist aus Sicht des Artenschutzes kritisch. Die Funde können jedoch zumindest noch wichtige Erkenntnisse für Forschung und Artenschutz liefern. So erfahren wir mehr über das Vorkommen und die Verbreitung der Arten und können dieses Wissen für ihren Schutz nutzen.
Freilaufende Katzen erbeuten regelmäßig Wildtiere wie Kleinsäuger, Vögel oder Reptilien. Besonders problematisch kann das sein, wenn seltene oder gefährdete Arten betroffen sind oder Populationen ohnehin unter Druck stehen. Als Umweltverband nehmen wir diese Auswirkungen auf die Artenvielfalt ernst und möchten sie nicht verharmlosen.
Unsere Kampagne setzt an einem anderen Punkt an: Sie nutzt bereits erfolgte Funde, um mehr über die betroffenen Arten und ihre Verbreitung zu erfahren und damit wichtige Grundlagen für ihren Schutz zu schaffen.
Unsere Fachleute prüfen Ihre Meldung und bestimmen, wenn möglich, die gefundene Art. Die Daten helfen uns, mehr über die Verbreitung von Kleinsäugern in Thüringen zu erfahren. Sie können damit wichtige Hinweise für Forschung und Artenschutz liefern und langfristig auch in die Fortschreibung der Roten Listen Thüringens einfließen.
Bei manchen Arten kann für eine sichere Bestimmung eine genauere Untersuchung des Tieres notwendig sein. In diesem Fall melden wir uns zeitnah bei Ihnen und erklären Ihnen, wie Sie den Fund aufbewahren können.
Besonders interessieren uns Kleinsäuger wie das Mauswiesel und Spitzmäuse. Am besten machen Sie ein Foto des Tieres und melden den Fund über unser Online-Formular. Wichtig sind außerdem Fundort und Datum. Auch vermeintlich häufige Kleinsäugerarten wie Maulwurf und Feldmäuse, aber auch Singvögel, Libellen und Eidechsen sind für uns interessant.
Die Beute von Freigängerkatzen kann uns wertvolle Hinweise darauf geben, welche Tierarten in Thüringen vorkommen und wie sie verbreitet sind. Besonders interessant sind dabei Kleinsäuger, über deren Verbreitung teilweise nur wenige aktuelle Daten vorliegen. Mit Ihrer Meldung unterstützen Sie uns dabei, mehr über die heimische Artenvielfalt zu erfahren und wichtige Daten für Forschung und Artenschutz zu sammeln.
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Bild Header: Claudio Herrera/ Pexels
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