Eisenach. Das Studentenwerk bietet in seiner Mensa vom 4.12. bis zum 7.12.95 erstmals Kost aus kontrolliert biologischem Anbau an.
Damit reagiert die Mensaleitung auf Vorschläge des BUND Landesverband Thüringen und des Studentenrates. In dieser Woche soll getestet werden, wie die StudentInnen ein solches Angebot annehmen und welche Möglichkeiten es gibt, ökologisch erzeugte Lebensmittel für das Mensaessen zu verwenden. Ziel sei, künftig je nach Jahreszeit Teile der Mahlzeiten wie Kartoffeln, Gemüse und Obst auch aus Ökologischem Landbau im Speiseplan zu integrieren.
„Die Aktionswoche steht ganz im Zeichen umweltverträglicher Anbau-und Produktionsformen. Mit den 2,2 Millionen verkauften Essen aus 'dem 'düngungsintensiven' Landbau leisteten die Studentenwerke in Thüringen 1994 ihren Beitrag zum Waldsterben, zur Trinkwasserbelastung, zur Überdüngung der Böden und zum Artensterben, ähnlich wie jeder, der die Erzeugnisse der konventionellen Landwirtschaft und der Massentierhaltung konsumiert", so Thomas Knauer vom BUND Thüringen.
Organisiert wird die Aktionswoche vom BUND Thüringen, dem Studentenwerk und der Erzeugergemeinschaft ökologischer Landbau "Thüringer Ökoherz". "Übrigens gibt es das Öko-Essen nicht nur für Studenten. Jeder darf in der FR Mensa essen gehen und hat diese Woche die einmalige Gelegenheit, sich ökologisch – und dennoch günstig – verköstigen zu lassen" betont Thomas Knauer.
Während dieser Aktionswoche laufen Sonderaktionen wie Infoveranstaltungen zur Dritte-Welt-Problematik, zum Öko-Landbau und zur Gentechnik in Lebensmitteln. Geplant ist auch eine Filmaufführung zu den Auswirkungen des hohen Fleischkonsums auf die Menschheit mit dem Titel „Fleisch frißt Menschen“.


