Thüringen muss bei Gentechnikfreiheit weiter vorangehen

05. September 2012 | Ressourcenschutz

Erfurt. Zur heute im Thüringer Landtag eröffneten Konferenz des Europäischen Netzwerks Gentechnikfreier Regionen fordert der BUND Thüringen von der Landesregierung weiteres Vorgehen gegen Agro-Gentechnik.

„Wir begrüßen es, dass das Land Thüringen vor knapp zwei Jahren dem Netzwerk Gentechnikfreier Regionen beigetreten ist. Dem muss jetzt aber mehr praktisch messbares Engagement folgen. Die Landesregierung muss sich gegen die Zulassung weiterer Gentech-Saaten, für einen schärferen Verbraucherschutz sowie eine ökologisch ausgerichtete Agrarförderung stark machen“, fordert Ron Hoffmann, Landesvorsitzender des BUND Thüringen.

Solange viele Landwirte auf intensive Landwirtschaft mit Monokulturen und Tierfabriken setzen, landet über genverändertes Tierfutter weiterhin unbemerkt Gentechnik auf unseren Tellern. „Diese gesundheits- und naturschädigende Form der Landwirtschaft darf nicht auch noch bezuschusst werden“, kritisiert Hoffmann. Ökologische Landwirtschaft hingegen führe zu einer höheren Artenvielfalt, geringeren Belastungen für Boden, Wasser, Pflanzen, Tiere und Menschen.

Der BUND Thüringen ruft Landkreise, Kommunen und private Grundbesitzer auf, durch einen Beitritt zum Netzwerk den Forderungen Nachdruck zu verleihen und in Thüringen weitere gentechnikfreie Landwirtschaftsflächen zu schaffen. 

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