Anlässlich des Weltwassertages am 22. März erneuert der BUND Thüringen seine Forderung nach einem konsequenten Ausbau des natürlichen Hochwasserschutzes im Freistaat und erinnert daran, dass wirksamer Hochwasserschutz nicht allein durch technische Bauwerke erreicht wird. Entscheidend ist, Flüssen wieder mehr Raum zu geben und natürliche Auen zu stärken.
„Die beste Hochwasservorsorge ist eine intakte Flusslandschaft“, sagt Sebastian König, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen. „Wenn Flüsse wieder über ihre Auen ausufern können, werden Hochwasserspitzen abgepuffert, Grundwasser neu gebildet und wertvolle Lebensräume geschaffen. Natürlicher Hochwasserschutz verbindet Klima-, Natur- und Heimatschutz.“
Der BUND verweist darauf, dass sich die Thüringer Landesregierung im Regierungsvertrag ausdrücklich zu Deichrückverlegungen, der Wiederbelebung von Auen und der Verbesserung der Gewässerdurchgängigkeit bekannt hat. Diese Vorhaben müssten nun konsequent umgesetzt werden.
Vor diesem Hintergrund bewertet der Verband auch das vorgestellte Hochwasserschutzkonzept für die Unstrut grundsätzlich positiv. Geplante Retentionsräume und Deichrückverlegungen zeigen, dass ein moderner Hochwasserschutz zunehmend auf mehr Raum für den Fluss setzt.
„Entscheidend ist jetzt, dass aus Ankündigungen konkrete Maßnahmen werden“, so König. „Der Schutz und die Wiederherstellung unserer Auen ist eine Investition in die Sicherheit der Menschen und in die Zukunft unseres Landes. Hochwasserschutz bedeutet, die Deiche um die Dörfer zu bauen und nicht um die Flüsse.“
Der BUND Thüringen fordert deshalb, den angekündigten Aktionsplan zur Belebung der Bach- und Flussauen zügig umzusetzen und ausreichend Mittel für naturnahe Gewässerentwicklung bereitzustellen. Wer Hochwasser wirksam begrenzen will, muss Flüssen wieder Raum geben.
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