Fortführung der Stabilisierung der Kernpopulation im Thüringer Schiefergebirge
Schutzmaßnahmen, die im Zuge des ersten Schutzprojektes für den Gartenschläfer entwickelt wurden und in einem Katalog abrufbar sind, wurden weiterhin verstetigt.
In Thüringen fallen darunter vor allem folgende Maßnahmen:
- Effektiver Schutz und Neuanlage von Kleingewässern im Wald*
- Verbundstrukturen wie Wallhecken, Hecken, Waldstreifen mit kleinsäugerspezifischen Merkmalen im Wald und auf entblößten Waldflächen schaffen*
- Erhöhung von stehendem und liegendem Totholzanteil und Reisighaufen*
- Strukturreiche Waldsäume für den Gartenschläfer als Zielart erhalten/ schaffen
- Bilchnistkästen in ausgewählten Waldbereichen aufhängen
- Im Einzelfall Erhalt und Aufwertung von von Gartenschläfern intensiv genutzten anthropogenen Strukturen im Wald (z.B. alte Bienenhäuser, Gewölbekeller, Teilbereiche von Waldhütten, Natursteinmauern u.ä.)
*2025/2026 umgesetzt
"Forst erklärt" den Gartenschläfer
Ein Schwerpunkt der Öffentlichkeitsarbeit in den Regionen der Maßnahmenorte lag auf der Ansprache von Waldbesitzern, Förstern sowie Jägern sowie generell der Erweiterung eines Netzwerks an Stakeholdern und Multiplikatoren. Ziel war hier, die Art bekannter zu machen, auf das lokale Aussterben der Wald-Art hinzuweisen, Akzeptanz für notwendige Schutzmaßnahmen zu generieren und weitere Mitstreiter für die Umsetzung zu finden.
Bereits während der „Spurensuche Gartenschläfer“ hat sich hier die Zusammenarbeit mit dem Team von „Forst erklärt“ bewährt. Durch die große Reichweite des Redaktionsteams sowie der niedrigschwelligen und unterhaltsamen Art der Medien werden Interessenten des Themas über diverse Kanäle angesprochen.
Der entstandene Kurzfilm informiert über die potenzielle Wiederansiedlung des Gartenschläfers im Thüringer Wald.


