Umgesetzte Maßnahmen im ENL-Projekt zum Gartenschläfer

Gewässer, Wildgehölzhecke oder Biotopverbundstrukturen: Auch dieses Jahr wurden wieder zahlreiche Maßnahmen für den vom Aussterben bedrohten Bilch in Thüringen umgesetzt. Und auch in die Medien hat es der Gartenschläfer geschafft - ein Kurzfilm und eine Podcastfolge informieren über das Ausbreitungsvermögen von Arten, Wissenswertes rund um Wiederansiedlungen und zu gartenschläferfreundlichen Wäldern.

Fortführung der Stabilisierung der Kernpopulation im Thüringer Schiefergebirge

Schutzmaßnahmen, die im Zuge des ersten Schutzprojektes für den Gartenschläfer entwickelt wurden und in einem Katalog abrufbar sind, wurden weiterhin verstetigt.
In Thüringen fallen darunter vor allem folgende Maßnahmen: 

  • Effektiver Schutz und Neuanlage von Kleingewässern im Wald*
  • Verbundstrukturen wie Wallhecken, Hecken, Waldstreifen mit kleinsäugerspezifischen Merkmalen im Wald und auf entblößten Waldflächen schaffen*
  • Erhöhung von stehendem und liegendem Totholzanteil und Reisighaufen*
  • Strukturreiche Waldsäume für den Gartenschläfer als Zielart erhalten/ schaffen
  • Bilchnistkästen in ausgewählten Waldbereichen aufhängen
  • Im Einzelfall Erhalt und Aufwertung von von Gartenschläfern intensiv genutzten anthropogenen Strukturen im Wald (z.B. alte Bienenhäuser, Gewölbekeller, Teilbereiche von Waldhütten, Natursteinmauern u.ä.)

*2025/2026 umgesetzt

"Forst erklärt" den Gartenschläfer

Ein Schwerpunkt der Öffentlichkeitsarbeit in den Regionen der Maßnahmenorte lag auf der Ansprache von Waldbesitzern, Förstern sowie Jägern sowie generell der Erweiterung eines Netzwerks an Stakeholdern und Multiplikatoren. Ziel war hier, die Art bekannter zu machen, auf das lokale Aussterben der Wald-Art hinzuweisen, Akzeptanz für notwendige Schutzmaßnahmen zu generieren und weitere Mitstreiter für die Umsetzung zu finden.

Bereits während der „Spurensuche Gartenschläfer“ hat sich hier die Zusammenarbeit mit dem Team von „Forst erklärt“ bewährt. Durch die große Reichweite des Redaktionsteams sowie der niedrigschwelligen und unterhaltsamen Art der Medien werden Interessenten des Themas über diverse Kanäle angesprochen.

Der entstandene Kurzfilm informiert über die potenzielle Wiederansiedlung des Gartenschläfers im Thüringer Wald.

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Noch ausführlichere Informationen zum Thema gibt es in der dazugehörigen Podcastfolge:

Link zum Podcast mit Klick auf das Bild.

Ansprechpartner

Portrait Thomas Mölich rund leiter Wildkatzenbüro BUND Thüringen

Thomas Mölich

Projektleitung
E-Mail schreiben Tel.: 036254 / 649150 Mobil: 0170 / 3072540

Anita Giermann

Projektkoordination
E-Mail schreiben Tel.: 0361 / 5550341

Online-Meldestelle

Im Projekt „Spurensuche Gartenschläfer“ wurde eine Online-Meldestelle eingerichtet, über die unkompliziert die vier Bilcharten Gartenschläfer, Siebenschläfer, Haselmaus und Baumschläfer in Europa gemeldet werden können.

www.gartenschlaefer.de

Dank weiterhin eingehender Meldungen kann kontinuierlich eine aktuelle Verbreitungskarte gezeichnet werden. Karte öffnet sich mit Klick.

Erwandere die Region zusammen mit dem Gartenschläfer

Über eine Kooperation mit dem Naturpark Thüringer Wald entstand ein Erlebnispfad auf welchem Familien den Lebensraum des Gartenschläfers erkunden können.

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