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Alternativen zum Naturgipsabbau

Die Landschaftszerstörung durch Gipsabbau ist nicht notwendig, denn es gibt eine Alternative zum Naturgips. Mit chemischenm Gips als Abfallprodukt von Rauchgas-Entschwefelungs-Anlagen in Braun- und Steinkohle-Kraftwerken und Methoden zum Gipsrecycling stehen kosten- und ressourceneffeziente Möglichkeiten zur Verfügung, Naturgips zu ersetzen.

"Umweltverträgliche Alternativen zum Abbau von Naturgips"

Sharepic zum Gutachten "Umweltverträgliche Alternativen zum Abbau von Naturgips"  (BUND Thüringen / BUND Thüringen)

In der Regionalen Planungsversammlung Nordthüringen am 07.10.2020 haben wir unser Gutachten zum Ausstieg aus dem Naturgipsabbau bis 2045 vorgestellt. Anlass sind die verstärkten Bemühungen der Gipsindustrie, den Wegfall von REA-Gips aus der Kohleverstromung durch neue Naturgips-Abbauflächen zu kompensieren. Das Gutachten zeigt Szenarien auf, wie ein Ende des Naturgipsabbaus gestaltet werden kann. Dazu zählen unter anderem strengere Regelungen für Gips-Recycling und der verstärkte Einsatz alternativer Baustoffe. Zudem sollen Anreize für die Anwendung von Chemiegipsen gesetzt werden.

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Chemischer REA-Gips

Die Landschaftszerstörung durch Gipsabbau ist nicht notwendig, denn es gibt eine Alternative zum Naturgips. Nach der Wiedervereinigung wurden die ostdeutschen Braunkohle-Kraftwerke mit Rauchgas-Entschwefelungs-Anlagen (REA) ausgerüstet. Durch den hohen Schwefelgehalt der Braunkohle fallen jährlich rund sieben Millionen Tonnen hochreiner Gips an. Dieser ist – mit nur wenigen Ausnahmen - dem Naturgips als Rohstoff für die Weiterverarbeitung zu Baustoffen und Spezialgipsen sogar überlegen. Die REA-Gipsmengen reichten aus, um den derzeitigen Gipsbedarf vollständig zu decken. Doch obwohl die Verarbeitung des anfallenden REA-Gipses bereits gängige Praxis ist, wird das Potenzial dieses „Abfallproduktes“ nicht ausreichend genutzt. Im Gegenteil: Die Kraftwerksbetreiber müssen etwa ein Drittel ihrer REA-Gipsproduktion auf Halde lagern. Für den Südharz hätte die Umstellung auf REA-Gips doppelte Vorteile: Der Naturharz bliebe bewahrt und die Arbeitsplätze in der gipsverarbeitenden Industrie könnten langfristig erhalten werden. 

Ansprechpartnerin

Ursula Schäfer

Projektmitarbeiterin Vernetzungsstelle Gipskarst
E-Mail schreiben Tel.: 0551 28879892 Webseite

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