Landesverband Thüringen e.V.
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Landesarbeitskreis Atommülllager

Aktuelles

05.08.2021 Aus Protest gegen die mangelnde Beteiligung durch die zuständige Bundesbehörde nehmen BUND-Ehrenamtliche an der letzten Fachkonferenz zur Atommüll-Endlagersuche nicht mehr teil. Ihre Kritik richtet sich gegen das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE). Die Behörde habe Vorschläge zur Verbesserung des Prozesses samt den entsprechenden Beschlüssen, Forderungen und der Kritik in den vergangenen Jahren ignoriert. Daher kommt für die Ehrenamtlichen eine Teilnahme an der dritten Fachkonferenz Teilgebiete an diesem Freitag und Samstag nicht in Frage. 

Zur Pressemitteilung des Bundesverband

09.08.2021 Die Konferenz zur Atommüll-Endlagersuche ist vorbei – der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist vom Ergebnis enttäuscht. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hat die Forderung nach kontinuierlicher Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Suche nach einem dauerhaften Lager für hochradioaktive Abfälle immer noch nicht umgesetzt. Für die Akzeptanz der Atommüll-Lagersuche in Deutschland ist das fatal.

Zur Pressemitteilung des Bundesverbands

Überblick

  • Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGEmbH) hat einen Zwischenbericht Teilgebiete vorgelegt. Die hier festgelegten Teilgebiete, die als potentiell geeignet für ein Atommüll-Lager gelten, gründen sich auf Daten, die aus dem Bereich des Bergbaus, der Erdöl- oder Erdgasförderung oder aus Geothermiebohrungen stammen.
  • Der BUND kritisiert an dieser Stelle, dass wichtige Daten in den alten Bundesländern bis heute bei Rohstofffirmen unter Verschluss liegen.
  • Betroffen sind 90 Gebiete und damit 54% der Landesfläche Deutschlands.
  • In Thüringen handelt es sich konkret um die Steinsalzlagerstätten in Nord-, Mittel- und Südwestthüringen, sowie eine Gesteinsformation, die von Eisenach ins Weimarer Land führt. Ungeeignet seien dagegen die Regionen südöstlich von Saalfeld, westlich von Eisenach und ein Korridor zwischen dem Hainich und Stadtilm.
  • Es finden Fachkonferenzen statt, an denen sich Bürger*innen,Vertreter*innen der Kommunen und gesellschaftlicher Organisationen, Wissenschaftler*innen etc. beteiligen können.
  • Der BUND hat eine bundesweit tätige Koordinierungsgruppe gegründet in der Heidi Schell (KV Nordhausen) und Robert Bednarsky (KV Erfurt) den BUND Thüringen vertreten.
  • Heidi Schell und Robert Bednarsky leiten nun auch den Landesarbeitskreis Atommülllager-Standortsuche in dem die thüringer Positionen und Fachbeiträge ausgebarbeitet werden.

Wir suchen Sie!

Wir möchten aktiv Einfluss nehmen auf die Festlegung eines sicheren Standorts für den Atommüll und suchen hierzu Menschen, denen das Thema am Herzen liegt und die in einem Landesarbeitskreis des BUND Thüringen mitwirken möchten. Melden Sie sich gerne bei uns und/oder nehmen einfach am nächsten Treffen des Arbeitskreises teil!

Dokumente

Zwischenbericht der BGE zu den Teilgebieten (Zusammenfassung)

Zwischenbericht der BGE zu den Phasen der Beteiligung

Zwischenbericht der BGE, hier Teilgebiete-Beschreibung der Gesteine Salz u. Kristallin(Granit)

Zwischenbericht der BGE zur Teilgebiete-Lage und den Charakteristika kristalliner Teilgebiete in Thüringen

Zwischenbericht der BGE zur Teilgebiete-Lage und den Charakteristika von Salzgestein in Thüringen

Zwischenbericht Teilgebiete der BGE, hier Übersichtskarte Wirtsgestein Kristallin (Granit)

Zwischenbericht Teilgebiete der BGE, hier Übersichtskarte Wirtsgestein Salz

 

 

Ansprechpartner*in

Heidi Schell

Vorsitzende des KV Nordhausen
E-Mail schreiben

Portrait Robert Bednarsky

Robert Bednarsky

Vorsitzender BUND Thüringen & Vorsitzender des KV Erfurt
E-Mail schreiben Mobil: 0171/56 25 919

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