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Landesverband Thüringen e.V.

BUND Thüringen: Massentierhaltung und Tierwohl bleiben unvereinbar

27. Juni 2018 | BUNDintern, Massentierhaltung

Erfurt. Der heute vorgestellt Entwurf der zuständigen Ministerien zur „Thüringer Tierwohlstrategie“ hat mit dem Wohl der Tiere zu wenig zu tun, kritisiert der BUND Thüringen.

Erfurt. Der heute vorgestellt Entwurf der zuständigen Ministerien zur „Thüringer Tierwohlstrategie“ hat mit dem Wohl der Tiere zu wenig zu tun, kritisiert der BUND Thüringen. „Wir brauchen einen Paradigmenwechsel von der industrieller Massentierhaltung hin zu einer Nutztierhaltung, die den Namen ‚artgerecht‘ verdient,“ so Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen.

Der vorgestellte Entwurf erfüllt diese Ansprüche nicht. Die „Thüringer Tiewohlstrategie“ soll offensichtlich den status quo der Tierhaltung in Thüringen sichern. Der BUND Thüringen kritisiert das Fehlen von Obergrenzen bei Tierzahlen und klare Regelungen zum Einsatz von Genfutter und Antibiotika. „Es reicht nicht, den Tieren mehr Licht oder neue Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Wir brauchen einen grundlegenden Systemwechsel. Das gilt insbesondere für Hühner und Schweine. Denn hier handelt es sich um sehr soziale Tiere, deren aktuelle Haltungsformen oft weder ethisch noch ökologisch vertretbar sind“, erklärt Dr. Burkhard Vogel.

Bereits vor zwei Jahren zeigte das Gutachten „Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung“ vom wissenschaftlichen Beirat Agrarpolitik (WBA) beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) “erhebliche Defizite vor allem im Bereich Tierschutz, aber auch im Umweltschutz“. Das Urteil des Gutachtens ist eindeutig, die derzeitigen Haltungsbedingungen eines Großteils der Nutztiere sind nicht zukunftsfähig. Will man wirklich das Wohl der Tiere verbessern, braucht es grundlegende Veränderungen und keine unausgereiften Strategien, die sich in Kleinigkeiten verlieren.  

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