Landesverband Thüringen e.V.

Jubiläumsfeier 20 Jahre GRÜNES BAND: Grenzen trennen – Natur verbindet

16. September 2009 | Grünes Band

Erfurt/Römhild. Das Grüne Band wird 20. Aus diesem Anlass lädt der BUND Thüringen am kommenden Samstag, 19.09.09 zu einer Jubiläumsveranstaltung bei Römhild ein. Akteure des Projektes aus Thüringen und den angrenzenden Bundesländern werden zu der Veranstaltung im Jugendzentrum Gleichberge erwartet.

„Als sich auf Einladung des BUND im Dezember 1989 Naturschützer aus Ost und West im bayerischen Hof trafen, war das die Geburtsstunde des Grünen Bandes“ erinnert sich Frank Henkel, stellvertretender Vorsitzender des BUND Thüringen, der von Anfang an dabei war. „In der gemeinsamen Resolution wurde die dauerhafte Sicherung der Flächen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze als „Grünes Band“ quer durch Deutschland gefordert“.

Seitdem haben sich viele Akteure überwiegend ehrenamtlich für den Schutz des Grünen Bandes eingesetzt, Flächen gesichert, Biotope gepflegt und immer wieder den Menschen Natur und Geschichte des Grünen Bandes vermittelt. Dass heute, 20 Jahre später, das Grüne Band als längster Biotopverbund Deutschlands und als größtes lebendiges Denkmal deutsch-deutscher Geschichte erlebbar ist, gehört nach Einschätzung von Henkel zu den großen Erfolgen des BUND und der Umweltbewegung.

2002 startete anlässlich der Einweihung des Kunstprojektes „das West-Östlichen Tor“ der BUND-Vorsitzenden Prof. Dr. Hubert Weiger gemeinsam mit Michael Gorbatschow die Initiative für ein europäisches Grünes Band. Heute setzen sich Akteure aus 23 Ländern entlang des Eisernen Vorhangs für einen einzigartigen Wildniskorridor durch ganz Europa ein.

Die Übertragung bundeseigener Flächen in das Eigentum der Stiftung Naturschutz Thüringen bezeichnet Henkel als Meilenstein für die Sicherung des Grünen Bandes. Damit sei für einen großen Teil des Grünen Bandes in Thüringen die Eigentumsfrage geklärt und eine naturschutzgerechte Entwicklung der Flächen gewährleistet. Jetzt komme es darauf an, dass auch auf den Flächen in privater Hand der Charakter des Grünen Bandes erhalten bleibe. „Eine Zerstückelung in viele kleine Biotope mit intensiv genutzten Abschnitten muss verhindert werden“.

Dass heute noch große Teile des Grünen Bandes erhalten sind, dass die Akzeptanz für dieses Projekt deutlich gestiegen ist, dass in großem wie im kleinen Rahmen Modellprojekte für Artenschutz, Biotopverbund, Landschaftspflege, sanften Tourismus und Umweltbildung durchgeführt werden, ist vor allem das Verdienst vieler Ehrenamtler, die sich seit 20 Jahren in ihrer Freizeit und teilweise unbemerkt für eine großartige Idee einsetzen. Sie möchte der BUND auf der Veranstaltung ganz besonders würdigen und für den weiteren gemeinsamen Einsatz motivieren. 

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