K+S muss Zusagen zur Entlastung der Werra einhalten

19. Oktober 2026 | Naturschutz

Keine weiteren Zugeständnisse beim Gewässerschutz – Thüringer Landesregierung muss auf verbindliche Umsetzung drängen

Anlässlich der am Sonntag (18.10.2026) vorgestellten länderübergreifenden Initiative der Grünen zur Entlastung von Werra und Weser fordert der BUND Thüringen, an den vereinbarten Zielen zur Verringerung der Salzbelastung festzuhalten. Den von K+S geforderten Sanierungsstillstand bis zum Jahr 2039 darf es nicht geben. Stattdessen muss das Unternehmen alternative, nachweislich sichere Entsorgungsmöglichkeiten nutzen und die Einleitung von Prozessabwässern wie zugesagt ab 2028 beenden. Die anstehende Bewirtschaftungsplanung 2027–2033 muss dies verbindlich absichern und darf bestehende Vorgaben nicht aufweichen.

Hierzu Burkhard Vogel, Landesvorsitzender des BUND Thüringen: „Wir erwarten auch von der Thüringer Landesregierung, sich konsequent für die Entlastung der Werra einzusetzen. Der Bewirtschaftungsplan 2027–2033 darf nicht dazu dienen, notwendige Verbesserungen des Gewässerschutzes weiter hinauszuschieben. Es kann nicht sein, dass über eine Verlängerung der Rohsalzgewinnung verhandelt wird, während K+S gleichzeitig frühere Zusagen zur Beendigung der Prozesswassereinleitungen infrage stellt. Wer vereinbarte Ziele verfehlt und frühere Zusagen zurücknimmt, verspielt das Vertrauen in die Verbindlichkeit künftiger Vereinbarungen. Die Thüringer Landesregierung muss sicherstellen, dass der neue Bewirtschaftungsplan keine Schlupflöcher für weitere Verzögerungen schafft und K+S an seinen Zusagen zum Gewässerschutz gemessen wird.“ 

Die bisherigen Erfolge bei der Reduktion der Salzeinleitung sind trotz der jahrelangen Diskussionen gering. Noch immer lassen die geltenden Vorgaben eine hohe Salzbelastung der Werra zu – mit gravierenden Folgen für das Ökosystem. Werra und Weser müssen wieder zu artenreichen Süßwasserökosystemen werden. 

Pressekontakt:
Kerstin Neumann | Christina Eberhardt, BUND Thüringen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. +49 361 5550314; Mobil: 0176 13338510 oder 0176 13338564, presse(at)bund-thueringen.de 

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