Gemeinsame Pressemitteilung von BUND Thüringen, NABU Thüringen und GRÜNER LIGA Thüringen
BUND Thüringen, NABU Thüringen und GRÜNE LIGA Thüringen legen gemeinsame Naturschutzerklärung vor und beziffern konkrete Finanzierungsforderungen
Mit einer gemeinsamen Naturschutzerklärung legen BUND Thüringen, NABU Thüringen und GRÜNE LIGA Thüringen konkrete Forderungen an die Landespolitik vor. Im Mittelpunkt stehen verbindliche Naturschutzziele, wirksame Instrumente wie ein Auenprogramm sowie effiziente Strukturen für deren Umsetzung wie die Natura 2000-Stationen. Voraussetzung dafür ist eine langfristig gesicherte Finanzierung des Naturschutzes.
Mit ihrer Erklärung treten die Verbände dafür ein, dass der verbandlich organisierte und maßgeblich vom Ehrenamt getragene Naturschutz in der politischen Debatte nicht an den Rand gedrängt wird. Der Schutz der biologischen Vielfalt ist keine freiwillige Zusatzaufgabe, sondern die Grundlage für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Anlass ist der heutige Naturschutztag des Umweltministeriums, bei dem der Fokus im Programm einseitig auf der Landnutzung liegt.
Aus Sicht der Verbände muss die Landesregierung insbesondere in vier Bereichen handeln: beim Klimaschutz, beim Schutz und der Entwicklung naturnaher Gewässer und Auen, bei einer stärkeren natürlichen Waldentwicklung sowie bei der langfristigen Sicherung der Naturschutzfinanzierung.
Besonders dringlich ist eine verlässliche Finanzierung. Ohne ausreichend und dauerhaft abgesicherte Mittel bleiben viele Naturschutzziele bloße Absichtserklärungen. Die Landesregierung muss ihrem eigenen Anspruch aus dem Regierungsvertrag gerecht werden, die Naturschutzförderung in Thüringen auf hohem Niveau zu halten. BUND Thüringen, NABU Thüringen und GRÜNE LIGA Thüringen fordern deshalb eine bedarfsgerechte und langfristige Absicherung der zentralen Förderprogramme und Strukturen. Konkret bedeutet das:
- 10 Millionen Euro jährlich für das Entwicklungsprogramm ENL (ELER und EFRE)
- 8 Millionen Euro jährlich für NALAP (Land und GAK)
- 500.000 Euro jährlich für die Kofinanzierung von Naturschutzprojekten
- Verlängerung der Verträge der Natura-2000-Stationen über 2030 hinaus
- Inhaltliche Fortführung der Naturschutzprogramme des KULAP
Nur mit dieser verlässlichen finanziellen Grundlage können Naturschutzorganisationen, Natura-2000-Stationen und weitere Akteure ihre Arbeit langfristig planen und notwendige Maßnahmen für Artenschutz, Biotoppflege, Biotopverbund und Renaturierung umsetzen.
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Pressekontakte
- BUND Thüringen: Kerstin Neumann, Tel. +49 361 5550314; Mobil: 0176 13338510, E-Mail: presse(at)bund-thueringen.de
- NABU Thüringen: Jürgen Ehrhardt, Tel.: +49 36 41 60 57 04, Mobil: 0151 724 106 50, E-Mail: Juergen.Ehrhardt(at)NABU-Thueringen.de
- GRÜNE LIGA Thüringen: Grit Tetzel, Tel. +49 3643 492796, Mobil: 0175 7213835, E-Mail: thueringen(at)grueneliga.de


