Der BUND Thüringen vermisst die Zukunftsagenda im Thüringenplan 2026 der Landesregierung. Umwelt-, Natur- und Klimaschutz kommen im Plan nicht vor.
Burkhard Vogel, Vorsitzender des BUND Thüringen:
„Mit dem Thüringenplan 2026 offenbart die Landesregierung Planlosigkeit bei zentralen Herausforderungen für Thüringen. Ohne Umwelt-, Natur- und Klimaschutz wird es nicht gelingen, Thüringen fit für die Zukunft zu machen.
Bei der klimaneutralen Energieversorgung tritt die Landesregierung auf die Bremse. Erst 2045 statt wie bisher 2040 soll die Energieversorgung in Thüringen bilanziell klimaneutral erfolgen. Naturschutz zur Sicherung unserer Lebensgrundlagen und zur Steigerung der Attraktivität und Lebensqualität in den ländlichen Räumen kommt im Plan der Landesregierung nicht vor.
Statt einseitig die Versorgungsinfrastruktur in den Fokus zu rücken, bedarf es beim Wasser stärkerer Anstrengungen beim Wasserrückhalt in der Fläche und dem Schutz der Grundwasserressourcen.
Heimische Rohstoffe abzubauen und für die Wirtschaft verfügbar zu machen, ist keine langfristige Strategie, weil diese Rohstoffe endlich sind. Nur eine konsequente Kreislaufwirtschaft, bei der die Wiederverwendung von Rohstoffen im Vordergrund steht, kann die langfristige Versorgung von Wirtschaft und Gesellschaft mit notwendigen Ressourcen gewährleisten.
Ein Lichtblick im Plan der Landesregierung ist die Absicht des Thüringer Verkehrsministeriums, endlich eine Finanzierungsvereinbarung mit der Bundesregierung für den Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung abzuschließen.
Natur und Umwelt sind unsere Lebensgrundlage. Der Schutz dieser Grundlage muss in einem Maßnahmenplan der Landesregierung unbedingt Berücksichtigung finden. Der BUND Thüringen wird sich weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass Natur- und Umweltschutz den Stellenwert bekommen, den sie für die Zukunft unseres Landes haben.“
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