Landesverband Thüringen e.V.

Die Weitervernetzung: der Wildkatzensprung

Der "Wildkatzensprung" bringt das Engagement des BUND für einen deutschlandweiten Waldverbund und den Schutz der scheuen Europäischen Wildkatze auf das nächste Level.

Die Pflanzungen - weitere Grüne Korridore

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Das aktuelle Projekt "Wildkatzensprung" dehnt sich über zehn Bundesländer aus. Der "Wildkatzensprung" bringt das Engagement des BUND für einen deutschlandweiten Waldverbund und den Schutz der scheuen Europäischen Wildkatze auf das nächste Level.   

Die Analyse – Wildkatzen-Gen-Inventur

Parallel zur Einrichtung neuer grüner Korridore erfasst der BUND durch sogenannte Screenings im "Wildkatzensprung" die Bestände und Wanderungen der Wildkatzen. In allen zehn Bundesländern, in denen Wildkatzen in Deutschland aktuell nachgewiesen werden, werden weiträumig Haarproben gesammelt und genetisch analysiert. Diese Daten fließen in eine bundesweite Gendatenbank ein.  

Erste Ergebnisse

Erste Ergebnisse 2/2015 Bestandsdichte der Wildkatzen im Untersuchungsgebiet auf Basis des ersten Erfassungsjahres, Stand: 2/2015  (BUND / BUND)

Der Erfolg der Projektarbeit findet sich in den Zahlen der Datenbank wieder: Rund 3.000 gesammelte Haarproben wurden bereits analysiert. Darüber gelang der Nachweis von 519 einzelnen Wildkatzen – eine beachtliche Bilanz, die für die Qualität der Arbeit der rund 600 Ehrenamtlichen spricht, die die Haarproben sammelten.  

Besonders viele Wildkatzen-Populationen konnten die Naturschützer*innen in den großen Waldgebieten im Westen, vor allem in Eifel und Hunsrück, sowie im Leine-Weser-Bergland, Harz und Hainich nachweisen. Die Wildkatzenbestände haben sich in diesen Kerngebieten in den vergangenen Jahren gut erholt, nachdem sie durch Jagd und deutliche Verkleinerung ihres Lebensraums, der naturnahen Wälder, nahezu verschwunden waren. Dennoch sind viele für die Wildkatze geeignete Wälder im Süden und Osten Deutschlands noch nicht wieder besiedelt. Zudem fanden die Forscher*innen deutliche genetische Unterschiede zwischen den Beständen einzelner Regionen – Hinweise auf unüberwindliche Ausbreitungsbarrieren.

Gezielte Fortsetzung des Projekts

Ausgehend von den Erkenntnissen der Datenbank kann die Wiedervernetzung von Wäldern und anderen Lebensräumen künftig noch gezielter vorangetrieben werden. Im Rahmen des Projekts "Wildkatzensprung" werden in sechs Bundesländern Waldverbindungen als Pilotprojekte gepflanzt oder Wirtschaftswälder aufgewertet.   

Wildkatzenbüro Thüringen

Dipl. Biol. Thomas Mölich

Projektleiter Rettungsnetz Wildkatze
Schlossstr. (Pavillon) 1 99820 Hörselberg–Hainich E-Mail schreiben Tel.: 036254 / 879250 Mobil: 0170 / 30 725 40

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