Landesverband Thüringen e.V.
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Ergebnisse Luchs Mitteldeutschland

Modellvorhersage zeigt: Der Thüringer Wald hat zentrale Schlüsselrolle bei der Ausbreitung der Luchse in Mitteldeutschland

Für das langfristige Überleben des Luchses in Mitteldeutschland ist die Vernetzung der Vorkommen im Harz und Ostbayern von entscheidender Bedeutung. Dabei hat der Thüringer Wald eine Schlüsselrolle. Ohne aktive Unterstützung bleiben die Populationen auf absehbare Zeit isoliert. Es droht der fortschreitende Verlust genetischer Diversität. Das liegt vor allem an dem Verhalten weiblicher Luchse, die große Entfernungen und Hindernisse wie Straßen und ausgeräumte Agrarlandschaften nicht so einfach überwinden, wie ihre männlichen Artgenossen. Daher bleiben gelegentlich abwandernde männliche Luchse meist allein, ohne eine Chance, eine neue Population zu gründen.

Die Simulation zeigt auch die Wirkung gezielter Ansiedlung von Luchsen im Thüringer Wald. Die Wahrscheinlichkeit einer dauerhaften Besiedlung könnte bereits in 20 Jahren bei 100 Prozent liegen. Ausgehend vom Thüringer Wald würden auch Nordbayern und Nordhessen besiedelt werden und die Populationen im Harz und in Bayern kämen miteinander in Kontakt. Der für das langfristige Überleben der Populationen notwendige genetische Austausch wäre möglich.

Die Karten vergrößern sich beim Anklicken.

Modellvorhersage Natürliche Ausbreitung Luchs 2048

Anschlussprojekt: Die Zukunft des Luchses in Thüringen

Das Projekt „Die Zukunft des Luchses in Thüringen“ möchte unter Beteiligung unterschiedlicher Interessengruppen eine Perspektive für den Luchs in Thüringen entwickeln. Der Luchs kommt in Deutschland bislang nur in drei voneinander isolierten Verbreitungsgebieten vor. Aufgrund seiner zentralen Lage kommt dem Freistaat Thüringen eine Schlüsselrolle bei der Vernetzung der Luchspopulationen in Deutschland zu. Im Rahmen des Projektes möchten BUND und WWF in einer engen Partnerschaft gemeinsam mit den unterschiedlichsten Akteuren Wege erarbeiten, wie die Zukunft des Luchses in Thüringen gestaltet und langfristig gesichert werden kann. BUND und WWF engagieren sich seit Langem für den Schutz und Erhalt der Artenvielfalt in Deutschland und bündeln ihre Erfahrungen und Kompetenzen in diesem gemeinsamen Projekt für den Luchs in Thüringen. Das Thüringer Umweltministerium fördert das Projekt finanziell und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Überleben der Tierart.

Ansprechpartner

Dr. Markus Port

Projektkoordinator
E-Mail schreiben Tel.: 0551 3925636 Mobil: 0160 98011164

Das Modell-Projekt wird durch das Thüringer Umweltministerium aus Landesmitteln gefördert.

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