Landesverband Thüringen e.V.

Schutz durch ein Rettungsnetz für die Wildkatze

Der gesetzliche Schutz der Wildkatze konnte ihr Aussterben verhindern. Die Europäische Gemeinschaft führt die Wildkatze im Anhang IV der Fauna-Flora-Habitat (FFH-)Richtlinie auf. Sie ist somit eine Art von "gemeinschaftlichem Interesse", die "streng zu schützen" ist.

Verbreitung in Deutschland

Doch ohne eine Vernetzung ihrer isolierten Restlebensräume haben die Wildkatzen kaum eine Möglichkeit, neue Waldgebiete zu besiedeln, sich genetisch mit anderen Populationen auszutauschen und langfristig in Deutschland zu überleben.

Genau da setzt das Schutzkonzept des BUND an: Grüne Korridore aus Büschen und Bäumen sollen die Wildkatzenwälder wieder miteinander verbinden.

  • hat der BUND den Wildkatzenwegeplan entwickelt. Er zeigt, wie die Wildkatzenwälder untereinander und mit geeigneten Wäldern verbunden werden können.
  • demonstriert der BUND mit Pilot-Korridorprojekten, dass ein Waldverbund möglich ist und wie es gemacht wird. In einem Folgeprojekt "Wildkatzensprung" wurden parallel zur Einrichtung neuer grüner Korridore die Bestände und Wanderungen der Wildkatzen erfasst und ausgewertet.
  • erforscht er mit Hilfe von Baldrian-Lockstöcken die Vorkommen und das Wanderverhalten der Wildkatzen und baut eine bundesweite Gen-Datenbank auf.
  • sensibilisiert der BUND für das Thema Waldverbund, Wildkatze und Schutz der biologischen Vielfalt durch Umweltbildung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Die häufigste akute Todesursache für Wildkatzen in Deutschland ist übrigens der Straßen­tod. Der BUND kämpft daher dafür, dass Querungshilfen wie Grünbrücken oder Wildtunnel gebaut werden.

Wildkatzenbüro Thüringen

Dipl. Biol. Thomas Mölich

Projektleiter Rettungsnetz Wildkatze
Schlossstr. (Pavillon) 1 99820 Hörselberg–Hainich E-Mail schreiben Tel.: 036254 / 879250 Mobil: 0170 / 30 725 40

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