Landesverband Thüringen e.V.

Engagement überwindet Grenzen – Grünes Band verbindet seit 31 Jahren Menschen aus Thüringen, Deutschland und ganz Europa

06. November 2020 | Grünes Band

Erfurt. Anlässlich des 31-jährigen Jubiläums des Mauerfalls am 09.11. hebt der BUND Thüringen die zentrale Bedeutung des Grünen Bandes als Symbol der Verbindung zwischen Menschen aus Thüringen, Deutschland und ganz Europa hervor. Der Verband fordert einen flächendeckenden Schutz des Grünen Bandes, um den lebendigen Erinnerungsort für die Nachwelt zu bewahren. Die europaweite Ausweisung als UNESCO-Welterbe kann dazu einen entscheidenden Beitrag leisten.

Ron Hoffmann, Landesvorsitzender des BUND Thüringen: „Das Grüne Band beweist, wie die Zusammenarbeit von Menschen mit dem gleichen Ziel Grenzen überwinden kann – nicht nur im Naturschutz.“ Ralf-Uwe Beck, Ehrenvorsitzender des BUND Thüringen, ergänzt: „Der ehemalige Grenzstreifen ist auch heute noch ein Symbol für unsere gemeinsame Verantwortung – für den Frieden, soziale Gerechtigkeit und die Folgen der Erderwärmung. Es geht um eine Welt, die gerade in Krisenzeiten mehr denn je als gemeinsame verstanden werden muss.“

Bereits lange vor dem Mauerfall erkannten Naturschützende aus Ost und West die geschichtliche und naturschutzfachliche Bedeutung des Grüne Bandes.  Auf Einladung des BUND trafen sich am 09. Dezember 1989 mehrere hundert von ihnen, um über die Zukunft des ehemaligen Grenzstreifens zu beraten. Die Teilnehmenden forderten damals, das Grüne Band als zusammenhängendes Naturschutzgebiet flächendeckend zu schützen. Dies wurde einstimmig in der ersten Resolution zum Grünen Band beschlossen.

Hoffmann: „Seit mehr als drei Jahrzehnten engagieren wir uns mit zahlreichen anderen Akteuren für den Erhalt des Grünen Bandes als Schatzkammer der Artenvielfalt, lebendiges Denkmal der Geschichte und Begegnungsort.“ Zu den größten Erfolgen zählen eine flächendeckende Erfassung der Biotope am Grünen Band, die Übertragung der bundeseigenen Flächen zu Landeszwecken und die Ausweisung als Nationales Naturmonument in Thüringen.

Heute gehe es vor allem darum, diese Lebensader gemeinsam aufrechtzuerhalten und die Erinnerungskultur zu pflegen. „Wir konnten vieles erreichen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze“, so Hoffmann. „Dennoch liegt noch einiges vor uns: Es existieren immer noch Lücken am Grünen Band, an denen intensive Landnutzung wertvolle Lebensräume durchtrennt. Diese gilt es, zu schließen. Auch der flächendeckende Schutz über die thüringische Landesgrenze hinaus ist noch nicht abgeschlossen. Und der Prozess der europaweiten Ausweisung als UNESCO-Welterbe ist gerade einmal gestartet. All diese Ziele können wir in Zukunft nur gemeinsam erreichen. Dazu gilt es jetzt mehr denn je, zusammenzuarbeiten.“

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